Aktuelles
27.01.2017
72. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau
Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz von Soldaten der Roten Armee befreit. Anlässlich des 72. Jahrestages gedachten in Birkenau Holocaust-Überlebende gemeinsam mit internationalen Gästen der Millionen Opfer des Nationalsozialismus.
Polens Regierungschefin Beata Szydło betonte in ihrer Ansprache: „Das Leid, das Euch dort widerfahren ist, ist für uns unvorstellbar.“ Sie rief dazu auf, die Erinnerung wachzuhalten und die Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen ernst zu nehmen. Die Geschehnisse dürften niemals in Vergessenheit geraten; das Gedenken sei eine moralische Verpflichtung.
Im Jahr 2005 erklärten die Vereinten Nationen den 27. Januar zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. In Deutschland wird dieser Tag bereits seit 1996 als nationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Der Jahrestag ist ein zentraler Moment der Erinnerungskultur – er würdigt die Opfer, stärkt das Bewusstsein für historische Verantwortung und mahnt dazu, jeder Form von Antisemitismus, Rassismus und Menschenverachtung entgegenzutreten.

















03.01.2017
Mehr als 2 Millionen Besucher in der Mahn- und Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau im Jahr 2016
Besucherzahlen der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau im Jahr 2016
Die Museumsverwaltung hat die Besucherstatistik für das Jahr 2016 veröffentlicht. Insgesamt kamen 2.053.000 Menschen in die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau – so viele wie noch nie zuvor innerhalb eines Jahres. Damit wurde der bisherige Rekord erneut deutlich übertroffen und das stetig wachsende internationale Interesse an der historischen Bildungsarbeit sichtbar.
Herkunft der Besucherinnen und Besucher
Die größten Besuchergruppen kamen aus:
Polen – 424.000
Großbritannien – 271.000
USA – 215.000
Italien – 146.000
Spanien – 115.000
Israel – 97.000
Deutschland – 92.000
Frankreich – 82.000
Tschechien – 60.000
Schweden – 41.000
Besondere Ereignisse im Jahr 2016
Ein außergewöhnlicher Besucherrekord wurde am 26. Juli 2016 verzeichnet:
Im Rahmen des Weltjugendtages kamen 21.000 Pilger an einem einzigen Tag in die Gedenkstätte – mehr als jemals zuvor innerhalb von 24 Stunden.
Der monatlich stärkste Besuch wurde im August 2016 registriert, als 271.225 Menschen das ehemalige Lagergelände besuchten.
Quelle: www.auschwitz.org
03.01.2017
72. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz
Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die 322. Infanteriedivision der 60. Armee der I. Ukrainischen Front unter dem Oberbefehl von Generaloberst Pawel Alexejewitsch Kurotschkin befreit. Die Rote Armee fand in dem evakuierten Komplex noch 7.600 Überlebende und 650 Leichen vor. In den Magazinen fanden die Befreier 843.000 Herrenanzüge, 837.000 Damenmäntel und Kleider, 44.000 Paar Schuhe, 14.000 Teppiche und 7,7 Tonnen menschliches Haar.
Auschwitz ist das Synonym für den Massenmord der Nazis an den europäischen Juden.
Die Gedenkveranstaltung findet am 27. Januar 2017 um 13:30 Uhr in Birkenau an dem Denkmal für die Opfer des Lagers statt.
Das Monument befindet sich zwischen den Ruinen der beiden größten Gaskammern und Krematorien.
14.06.2016
76. Jahrestag des ersten Transports von Häftlingen nach Auschwitz
Am 14. Juni 1940 wurden die ersten 728 polnischen Häftlinge aus dem Gefängnis in Tarnów nach Auschwitz transportiert, der Anfang des Lagers.
Unter ihnen waren politisch und gesellschaftlich aktive Personen, Vertreter der Intelligenz, Priester sowie Juristen jüdischer Herkunft, die im Rahmen einer von Generalgouverneur Hans Frank angeordneten Aktion im Frühling des Jahres verhaftet worden waren.
Der 14. Juni 1940 ist mit dem Namen „Auschwitz“ unauslöschlich in die Geschichte der Menschheit eingeschrieben, er wurde 2006 vom polnischen Parlament zum nationalen Gedenktag für die polnischen Opfer der Nazikonzentrationslager erklärt.






05.05.2016
March of the Living
Über zehntausend Jugendliche und junge Erwachsene aus mehr als 40 Nationen nahmen am Donnerstag in Oswiecim am „March of the Living“ teil. Dieser führte vom Stammlager ins drei Kilometer entfernte Birkenau. Mit dem Marsch soll an die sechs Millionen Opfer des Holocaust gedacht werden, allein in Birkenau ermordeten die Nationalsozialisten mindestens 1,1 Millionen jüdische Häftlinge.



























03.05.2016
13.-14. Mai 2016 Nacht der Krakauer Museen
Im Rahmen der „Nacht der Museen“ öffneten auch mehrere bedeutende Einrichtungen des Krakauer Stadtteils Podgórze und des ehemaligen jüdischen Viertels ihre Türen für besondere Abendprogramme. Dazu gehörten die ehemalige Emaillewarenfabrik von Oskar Schindler in der Lipowa-Straße 4, das Museum der Alten Synagoge in der Szeroka-Straße 24 sowie die „Apotheke im Krakauer Ghetto“ am Platz Bohaterów Getta 18. Alle drei Orte boten zusätzliche Veranstaltungen, thematische Führungen und Begegnungen an, die den Besucherinnen und Besuchern einen vertieften Einblick in die Geschichte der Stadt während der deutschen Besatzungszeit ermöglichten.
Als Eintrittskarte für sämtliche teilnehmenden Museen diente eine eigens für diesen Anlass geprägte symbolische Münze zum Preis von nur 1 Złoty. Sie erlaubte nicht nur den Zugang zu den Ausstellungen, sondern wurde auch zu einem beliebten Erinnerungsstück an diesen besonderen kulturellen Abend.
Die „Nacht der Museen“ bietet jedes Jahr die Gelegenheit, historische Orte aus einer neuen Perspektive zu erleben und die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit auf einzigartige Weise mit kulturellen Angeboten zu verbinden.
02.03.2016
March of the Living
Seit 1988 findet in Auschwitz der internationale „Marsch der Lebenden“ statt. Organisiert wird er von der Organisation March of the Living International. In den vergangenen 27 Jahren haben mehr als 220.000 Menschen aus aller Welt an diesem Gedenkmarsch teilgenommen. Ursprünglich wurde die Veranstaltung vor allem für junge Menschen aus dem jüdischen Volk ins Leben gerufen, doch seit 2005 schließen sich zunehmend auch nichtjüdische Delegationen an. Heute ist der Marsch ein globales Ereignis, das die gemeinsame Verantwortung für Erinnerung und Aufklärung hervorhebt.
Datum: 5. Mai 2016
Ort:
Der Schweigemarsch beginnt am Eingang des Stammlagers Auschwitz I. Vom berühmten Lagertor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ führt der Weg über rund drei Kilometer in das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Tausende Teilnehmer gehen schweigend gemeinsam diesen Weg – symbolisch den Weg, den einst unzählige Menschen unter Zwang zurücklegen mussten.
Der „Marsch der Lebenden“ möchte zeigen, dass trotz der Verbrechen des Nationalsozialismus das jüdische Leben weiterbesteht und dass die Erinnerung an die Opfer nicht verstummen darf. Gleichzeitig richtet er sich an junge Menschen aus vielen Ländern, um ihnen die Bedeutung historischer Verantwortung, Solidarität und Menschenwürde zu vermitteln.
Webseite: http://motl.org/