Aktuelles

27.01.2016

71. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau

Am 27. Januar 2016 wurde in Auschwitz-Birkenau der 71. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers begangen. Der internationale Gedenktag erinnert an die Millionen Opfer des Holocaust und mahnt, ihre Geschichte lebendig zu halten.

Die Gedenkfeier fand im sogenannten Saunagebäude statt – jenem Ort, an dem neu ankommende Häftlinge registriert und mit einer Nummer tätowiert wurden. Das Gebäude steht heute als Symbol für den Verlust der persönlichen Identität, den die Inhaftierten erleiden mussten.

Überlebende und Gäste aus vielen Ländern erinnerten an diesem Tag an die Opfer und betonten die Bedeutung, Verantwortung zu übernehmen: gegen das Vergessen und für eine Zukunft, in der Menschenwürde geschützt wird.

14.01.2016

Gedenkmarsch zum Jahrestag der Ghettoauflösung in Krakau.

Am 13. und 14. März 1943 wurde das Krakauer Ghetto B von den Nationalsozialisten gewaltsam aufgelöst. Bereits am 6. Dezember 1942 war das Ghetto in zwei Bereiche geteilt worden: Ghetto A für arbeitsfähige Menschen und Ghetto B für diejenigen, die als „nicht arbeitsfähig“ eingestuft wurden – darunter vor allem ältere Menschen, Kranke und Kinder. Zwischen beiden Bereichen verlief Stacheldraht; das Betreten der jeweils anderen Zone war streng verboten.

Viele arbeitsfähige Bewohner entschieden sich dennoch dafür, zu ihren Familien in Ghetto B zu wechseln, obwohl ihnen bewusst war, dass diese Entscheidung ihr Leben in Gefahr brachte. Sie wollten ihre Angehörigen nicht zurücklassen – ein Ausdruck menschlicher Verbundenheit unter Bedingungen größter Brutalität.

Während der Auflösung des Ghettos wurden etwa 2.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder in den Straßen erschossen. Die Opfer wurden später auf dem Gelände des entstehenden Konzentrationslagers Plaszow in Massengräbern verscharrt. Die Überlebenden der „Selektion“ wurden in das Lager Plaszow verschleppt und dort zur Zwangsarbeit gezwungen.

Gedenkmarsch zum Jahrestag der Ghettoauflösung in Krakau

Der jährlich stattfindende Gedenkmarsch erinnert an diese Ereignisse und an die Menschen, die im Krakauer Ghetto lebten, litten und starben. Er ist ein Zeichen des Gedenkens, der Solidarität mit den Opfern und ihrer Nachkommen sowie ein eindringlicher Appell, die Erinnerung an die Verbrechen des Holocaust wachzuhalten. Der Marsch führt durch jene Straßen, in denen 1943 die Morde geschahen, und macht die Geschichte im urbanen Raum spürbar – als Mahnung, wohin Ausgrenzung, Entmenschlichung und Hass führen können.

Webseite:
www.jewishfestival.pl

04.01.2016

Besucher-Rekord in der Gedenkstätte Auschwitz

Auschwitz - Stammlager Haupteingangstor

Von der Museumsverwaltung wurden die Besucherzahlen für das Jahr 2015 bekanntgegeben. Demnach kamen im vergangenen Jahr mehr als 1,72 Millionen Menschen in die Mahn- und Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau – so viele wie noch nie zuvor innerhalb eines Jahres. Damit lag die Besucherzahl um rund 190.000 Menschen über dem bisherigen Rekord von 1,53 Millionen aus dem Jahr 2014.

In der Statistik belegen deutsche Besucherinnen und Besucher den vierten Platz: Nach Gästen aus Polen (425.000), Großbritannien (220.000) und den Vereinigten Staaten (141.000) reisten aus Deutschland 93.000 Menschen an – rund 18.000 mehr als im Vorjahr. Dieser deutliche Anstieg zeigt, dass das Interesse an historischer Bildung und Erinnerung weiter wächst.

Auschwitz-Birkenau zählt heute zu den wichtigsten Erinnerungsorten Europas. Die steigenden Besucherzahlen verdeutlichen, wie bedeutend die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Holocaust auch für junge Generationen geworden ist. Die Gedenkstätte bleibt ein zentraler Ort des Lernens und der Verantwortung – gegen das Vergessen und für ein Bewusstsein, das Menschenwürde und demokratische Werte schützt.

Quelle: www.auschwitz.org

22.12.2015

71. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau

Datum: 27. Januar 2016

Am 27. Januar 2016 findet die zentrale Gedenkveranstaltung zum 71. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau statt. Der Internationale Holocaust-Gedenktag erinnert an die Befreiung des Lagers durch Soldaten der Roten Armee im Jahr 1945 und widmet sich dem Gedenken an die Millionen Opfer des Nationalsozialismus.

Ablauf der Gedenkfeierlichkeiten

12:30 Uhr – Gedenkfeier im Gebäude der ehemaligen „Sauna“ in Birkenau
In diesem Gebäude wurden einst neu ankommende Häftlinge registriert und ihrer Identität beraubt. Die Feier an diesem authentischen Ort steht im Zeichen des persönlichen Erinnerns und der Würdigung der Überlebenden, die mit ihren Berichten das historische Gedächtnis bewahren.

Auschwitz-Birkenau Jahrestag der Befreiung

14:00 Uhr – Gedenkfeier am Denkmal für die Opfer in Auschwitz II–Birkenau
Im Anschluss erfolgt eine gemeinsame Zeremonie am zentralen Denkmal, das an die unzähligen Menschen erinnert, die in Auschwitz-Birkenau ihr Leben verloren. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Länder, Überlebende und Gäste aus der ganzen Welt nehmen teil, um ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen und für Verantwortung und Menschenwürde zu setzen.

Diese Veranstaltungen sind ein wichtiger Bestandteil des internationalen Gedenkens und ermöglichen es Besucherinnen und Besuchern, an einem der bedeutendsten Erinnerungsorte Europas gemeinsam innezuhalten.

Quelle: www.auschwitz.org

17.12.2015

Über 100.000 Weltjugendtag-Teilnehmer besuchen Auschwitz

Mehr als 130.000 Teilnehmer des katholischen Weltjugendtages (WJT) im Juli im polnischen Krakau wollen das frühere deutsche Vernichtungslager Auschwitz besuchen. Die endgültige Zahl werde erst nach Abschluss der Anmeldung für Sonderführungen für WJT-Gruppen feststehen, sagte ein Sprecher der Gedenkstätte im südpolnischen Oswiecim (Auschwitz) am Mittwoch auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Vom 20. bis 28. Juli und vom 1. bis 3. August werde die Gedenkstätte nur für WJT-Teilnehmer geöffnet sein.
Wegen der erwarteten großen Besucherzahl könnten die jung-en Katholiken nicht das Innere der Blöcke des Lagers besichtigen, so der Sprecher. Extra für die WJT-Teilnehmer würden daher Informationstafeln vor den Blöcken aufgestellt. Den Pilgern würden die wichtigsten Orte im Stammlager Auschwitz und im Vernichtungslager Birkenau gezeigt. Zudem sollen alle Besucher gedruckte Führer in ihrer Muttersprache erhalten. Nach Angaben von Polens Staatspräsident Andrzej Duda will auch Papst Franziskus Auschwitz besuchen.

Eine vatikanische Bestätigung gibt es dafür bislang nicht. Der Papst hat junge Christen aller Erdteile vom 26. bis 31. Juli zum Weltjugendtag nach Krakau eingeladen. Er steht unter dem Motto „Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden“. Vor und nach dem WJT finden Begegnungstage in allen 41 polnischen Diözesen statt. Der Direktor der Gedenkstätte Piotr Cywinski hofft, dass der Besuch des Museums für die WJT-Teilnehmer „nicht nur eine wichtige Geschichtsstunde, sondern auch eine einzigartige persönliche Erfahrung sein wird“. In Auschwitz könne man lernen, wohin Hass, Antisemitismus und Verachtung für Menschen vor ein-igen Jahrzehnten führten.
Auschwitz-Birkenau war von 1941 bis 1945 das größte Ver-nichtungslager der Nationalsozialisten. Während des Zweiten Weltkriegs ermordeten Deutsche dort mehr als 1,1 Millionen Menschen; die meisten von ihnen waren Juden. Fast 40 Prozent der registrierten Häftlinge waren Polen. Auschwitz liegt rund 60 Kilometer westlich von Krakau. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde es vom Deutschen Reich annek-tiert.

2014 besichtigten rund 1,53 Millionen Menschen das ehemalige Vernichtungslager. Die Gedenkstätte liegt auf dem Gebiet der Diözese Bielsko-Zywiec. Das Bistum hat deshalb die Anmeldung der WJT-Besuchergruppen übernommen. Es ist laut polnischen Medienberichten auf bis zu 300.000 Auschwitz-Besucher vorbereitet.

Quelle: Katholische-SonntagsZeitung.de

27.01.2015

70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau

Mehr als eine Million Menschen, die meisten von ihnen Juden, fielen dem Vernichtungssystem von Auschwitz zum Opfer. Mit dieser unfassbaren Zahl wurde das Lager weltweit zum Symbol des Holocaust. Als Soldaten der Roten Armee am 27. Januar 1945 Auschwitz befreiten, fanden sie dort noch rund 7.000 kranke und völlig entkräftete Häftlinge – darunter auch Kinder.

Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurde 2005 von den Vereinten Nationen eingeführt, anlässlich des 60. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz. In Deutschland erinnert man bereits seit 1996 jährlich am 27. Januar an die Millionen Opfer des nationalsozialistischen Terrors.

Bildungsreisen Geschichte

Gedenk- und Bildungsreisen zu den Orten der Shoah.