Aktuelles
27.01.2021
„In Auschwitz wurden mehr als 200.000 Kinder ermordet“ – 76. Jahrestag der Befreiung
Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Gedenkfeier zum 76. Jahrestag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 2021 in digitalen Medien statt. Trotz der eingeschränkten Präsenzmöglichkeiten stand das Schicksal der Kinder im Lager im besonderen Fokus der Gedenkveranstaltungen.
Nach Angaben der Gedenkstätte wurden zwischen 1940 und 1945 mindestens 232.000 Minderjährige nach Auschwitz deportiert. Darunter befanden sich etwa 216.000 jüdische Kinder, 11.000 Roma-Kinder sowie rund 3.000 polnische Kinder. Nur etwa 700 von ihnen überlebten die Grausamkeiten des Lagers bis zur Befreiung durch die Rote Armee am 27. Januar 1945.
Die Gedenkfeiern 2021 erinnerten eindringlich daran, dass Kinder besonders verletzlich waren und unter extremen Bedingungen litten. Viele wurden unmittelbar nach ihrer Ankunft von ihren Eltern getrennt, starben an Hunger, Krankheit oder wurden in den Gaskammern ermordet. Zeitzeugenberichte und Dokumentationen, die online zugänglich gemacht wurden, boten Lehrkräften, Schülern und allen Interessierten die Möglichkeit, die Geschichte dieser jungen Opfer nachvollziehbar zu machen.
Die Erinnerung an die Kinder von Auschwitz ist ein besonders eindringlicher Appell, die Geschichte des Holocaust zu bewahren, das Bewusstsein für Menschenrechte zu stärken und sich gegen jegliche Form von Hass, Diskriminierung und Antisemitismus zu engagieren. Gerade in Zeiten von Einschränkungen durch die Pandemie zeigte sich, wie wichtig digitale Gedenkformate sind, um das Wissen über die Vergangenheit zu bewahren und jungen Menschen historisches Lernen zu ermöglichen.











30.01.2021
Eine Besichtigung der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau ist ab dem 1. Februar wieder möglich.
Am 30. Januar 2021 wurde bekanntgegeben, dass die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau nach den Einschränkungen der Corona-Pandemie wieder für Besucher geöffnet ist. Nach mehreren Monaten, in denen Führungen und Besuche aufgrund von Hygienemaßnahmen nur eingeschränkt oder digital möglich waren, konnten Einzelpersonen und Gruppen nun wieder das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager besuchen – selbstverständlich unter Einhaltung der aktuellen Sicherheits- und Hygieneregeln.
Bereits wenige Tage zuvor, am 27. Januar 2021, stand der 76. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau im Zeichen der Opfer, besonders der über 200.000 ermordeten Kinder. Die Gedenkfeier fand in digitalen Formaten statt, um die Pandemie-Beschränkungen einzuhalten, und ermöglichte es Interessierten weltweit, virtuell an der Erinnerung und den Mahnveranstaltungen teilzunehmen.
Mit der Wiederöffnung der Gedenkstätte können Besucher nun wieder vor Ort innehalten, die historischen Orte wie das Stammlager Auschwitz I, die Baracken, das Tor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ sowie das Gelände von Auschwitz II-Birkenau sehen und die Geschichte der Opfer unmittelbar nachvollziehen. Diese Entwicklung war ein wichtiger Schritt, um Bildungsarbeit, Erinnerungskultur und Mahnung gegen das Vergessen auch während der Pandemie fortzuführen.
Besucher wurden gebeten, sich vorab über die geltenden Regeln der Gedenkstätte zu informieren, online Tickets zu buchen und die Hinweise der Guides sowie des Museumspersonals zu beachten.
26.01.2021
27. Januar 1945 - Tag der Befreiung
Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Gedenkfeier zum 76. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Jahr 2021 nicht wie gewohnt am zentralen Gedenkmonument vor Ort statt, sondern wird digital übertragen.
Die Veranstaltung kann live auf den offiziellen Seiten www.auschwitz.org
und 76.auschwitz.org verfolgt werden und beginnt am 27. Januar 2021 um 16:00 Uhr.
Trotz der Einschränkungen durch die Pandemie bietet die Online-Gedenkfeier die Möglichkeit, sich der Erinnerung an die Opfer des Holocaust zu widmen. Reden von Überlebenden, Zeitzeugenberichten und kulturelle Beiträge machen die Bedeutung dieses Tages erfahrbar, auch für diejenigen, die nicht persönlich vor Ort sein können. Besonders im digitalen Format wird deutlich, wie wichtig die Vermittlung von Erinnerung und Geschichte ist, gerade in Zeiten, in denen gemeinsames Gedenken vor Ort nicht möglich ist.
19.01.2021
Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau – Haupttor von Birkenau
Das Haupttor markierte den Eingang in eines der größten Vernichtungslager des Nationalsozialismus. Für viele Häftlinge war dies der letzte Ort, den sie lebend sahen, bevor sie in den Lageralltag, in Zwangsarbeit oder in die Todeswege innerhalb des Lagers geführt wurden. Die verschneite Winterlandschaft verstärkt die melancholische Atmosphäre und erinnert daran, dass die Gedenkstätte nicht nur ein historischer Ort, sondern auch ein Mahnmal ist – ein Ort des stillen Gedenkens an die Opfer von Auschwitz-Birkenau.
27.01.2020
75. Jahrestag der Befreiung
Am 27. Januar 2020 jährt sich die Befreiung des KZ Auschwitz zum 75. Mal.
Vor 75 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau durch die 322. Infanteriedivision der 60. Armee der I. Ukrainischen Front unter dem Oberbefehl von Generaloberst Pawel Alexejewitsch Kurotschkin befreit.
Die Rote Armee fand in dem evakuierten Komplex noch 7.600 Überlebende und 650 Leichen vor. In den Magazinen fanden die Befreier 843.000 Herrenanzüge, 837.000 Damenmäntel und Kleider, 44.000 Paar Schuhe, 14.000 Teppiche und 7,7 Tonnen menschliches Haar.
Der Jahrestag der Befreiung von Auschwitz wurde von den Vereinten Nationen 2005 zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt. In Deutschland wird der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar seit 1996 begangen.
06.12.2019
Merkel in Auschwitz
Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte erstmals das einstige Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Nach gut 14 Jahren im Amt war sie am 6. Dezember 2019 erstmals vor Ort – als dritte deutsche Bundeskanzlerin nach Altkanzler Helmut Schmidt (1977) sowie Helmut Kohl (1989 und 1995). Merkel ist zudem die erste Kanzlerin, die ihren Besuch nicht mit einem Aufenthalt in Warschau kombiniert, sondern ausschließlich Auschwitz auf dem Programm hatte.
Zunächst besichtigte sie im Stammlager Auschwitz I gemeinsam mit dem polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki sowie dem Direktor der Gedenkstätte und Präsidenten der Stiftung Auschwitz-Birkenau, Piotr Cywiński, die Blocks mit den Zeugnissen der Häftlinge, die in den Tod geschickt wurden. Dort sah sie Berge voller Menschenhaar, Brillen, Koffer und Schuhe von Ermordeten sowie das Modell eines Krematoriums.
An der sogenannten „Todeswand“ zwischen Block 10 und Block 11, an der Tausende Polen hingerichtet wurden, legte die Bundeskanzlerin gemeinsam mit Ministerpräsident Morawiecki einen Kranz in den Farben der jeweiligen Landesflagge nieder.
Im Lager Birkenau (Auschwitz II) besichtigte Merkel die Ruinen von Gaskammern, die Reste des großen Krematoriums II, eine restaurierte Baracke sowie die „Rampe“ mit einem Eisenbahnwaggon. Aus solchen Waggons stiegen über eine Million deportierte Menschen aus ganz Europa, von denen der überwiegende Teil nach der anschließenden „Selektion“ dem Tod ausgeliefert war.
17.03.2019
Marsch des Gedenkens
Zum 76. Jahrestag der Liquidierung des Krakauer Ghettos, am 13. und 14. März 1943 nahmen Hunderte Menschen an einem Gedenkmarsch teil.
Der gewaltsamen Auflösung des Ghettos sind etwa 1000 Menschen zum Opfer gefallen.
An diese Erinnerten die Teilnehmer in einem Marsch vom Bohaterów-Getta-Platz zum ehemaligen Konzentrationslager Plaszow.
Dieselbe Strecke welche für die Mehrzahl der Krakauer Juden den Weg in den Tod bedeutete.















27.01.2019
74. Jahrestag der Befreiung
Vor 74 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau durch die 322. Infanteriedivision der 60. Armee der I. Ukrainischen Front unter dem Oberbefehl von Generaloberst Pawel Alexejewitsch Kurotschkin befreit.
Die Rote Armee fand in dem evakuierten Komplex noch 7.600 Überlebende und 650 Leichen vor. In den Magazinen fanden die Befreier 843.000 Herrenanzüge, 837.000 Damenmäntel und Kleider, 44.000 Paar Schuhe, 14.000 Teppiche und 7,7 Tonnen menschliches Haar.
Der Jahrestag der Befreiung von Auschwitz wurde von den Vereinten Nationen 2005 zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt. In Deutschland wird der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar seit 1996 begangen.
















18.01.2019
Krakau 18. Januar 1945
Am 18. Januar 1945 wurde die Stadt Krakau durch die 1. Ukrainische Front unter dem Kommando von Marschall Iwan Konew befreit. Die Stadt liegt nur etwa 60 Kilometer nordwestlich von Auschwitz, das zu dieser Zeit noch von den Nationalsozialisten als Konzentrations- und Vernichtungslager betrieben wurde.
Während der deutschen Besatzung von 1939 bis 1945 war Krakau Verwaltungssitz des sogenannten Generalgouvernements und wurde zu einem Zentrum der nationalsozialistischen Verwaltung und Militärpräsenz. Vor der Befreiung lebten in Krakau etwa 250.000 Menschen, darunter etwa 60.000 Juden, die zu Beginn der Besatzung noch in der Stadt ansässig waren. Viele wurden in das Krakauer Ghetto deportiert, andere in Konzentrationslager, insbesondere nach Auschwitz-Birkenau.
Die Einnahme der Stadt durch die sowjetischen Truppen bedeutete das Ende der direkten deutschen Kontrolle über Krakau, jedoch waren große Teile der Region durch Zerstörungen und die systematische Vernichtungspolitik der Nazis stark beschädigt. Die Befreiung ermöglichte es Überlebenden, in die Stadt zurückzukehren, die Rückkehr des polnischen Zivillebens einzuleiten und erste humanitäre Hilfe zu leisten.
Krakau wurde damit zu einem symbolischen Ort der Befreiung, nahe dem Schauplatz der größten Verbrechen des Holocaust, und bildet bis heute einen wichtigen historischen Bezugspunkt für Bildungsreisen, Gedenkveranstaltungen und historische Forschung zur Zeit des Zweiten Weltkriegs.
17.01.2019
Todesmärsche aus Auschwitz-Birkenau – Januar 1945
Am 17. Januar 1945 begann die SS mit der Evakuierung des KZ Auschwitz-Birkenau. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich im Stammlager, in Birkenau und in Monowitz insgesamt 42.117 Männer und Frauen, in den Außenlagern weitere 24.895 Häftlinge.
Die SS ordnete an, dass diese Häftlinge innerhalb kürzester Zeit nach Westen verlegt werden sollten. Die etwa 60 Kilometer bis zu den Eisenbahnknotenpunkten in Gleiwitz und Loslau mussten die Gefangenen in sogenannten „Todesmärschen“ zu Fuß zurücklegen. Am Ende jeder Gruppe liefen SS-Männer, die das sogenannte Exekutionskommando bildeten. Sie erschossen nach eigenem Ermessen Nachzügler oder Häftlinge, die sie für nicht mehr marschfähig hielten.
Auf dem etwa 8 Kilometer langen Weg von Auschwitz nach Brzeszcze starben 18 Häftlinge. Ihre Leichen wurden zunächst in einem Massengrab entlang der Straße verscharrt und später auf dem örtlichen Friedhof von Brzeszcze beigesetzt.
Die Todesmärsche markieren eines der grausamsten Kapitel der nationalsozialistischen Lagerpolitik. Sie verdeutlichen, dass die systematische Verfolgung und Vernichtung der Häftlinge nicht mit der Evakuierung der Lager endete, sondern bis zum letzten Moment fortgeführt wurde.
04.01.2019
Über 2 Millionen Besucher in der Mahn- und Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau im Jahr 2018
Die zehn Länder mit den meisten Besuchern:
Polen – 405.000
Großbritannien – 281.000
USA – 136.000
Italien – 116.000
Spanien – 95.000
Deutschland – 76.000
Israel – 65.000
Frankreich – 69.000
Tschechien – 45.000
Schweden – 42000
Quelle: www.auschwitz.org
Portugal war im Vergleich zu 2017 mit 36 Prozent das Land mit dem größten Besucherzuwachs.
01.11.2018
Geführte Besichtigung des jüdischen Friedhofs in Oświęcim mit Dr. Jacek Proszyk.
Am 1. November 2018 fand eine geführte Besichtigung des historischen jüdischen Friedhofs in Oświęcim statt, geleitet von Dr. Jacek Proszyk, einem Experten für die Geschichte der jüdischen Gemeinde in der Stadt. Der Friedhof gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen des jüdischen Lebens in Oświęcim vor der Shoah und bietet einen eindrucksvollen Einblick in die Geschichte, Kultur und religiösen Traditionen der jüdischen Bevölkerung.
Während der Führung erhielten die Teilnehmer detaillierte Informationen über die Gräber, Grabinschriften und Symbolik, die die religiösen und sozialen Strukturen der Gemeinde widerspiegeln. Die Besichtigung bot zudem die Gelegenheit, über das Leben und Schicksal der jüdischen Bewohner von Oświęcim nachzudenken, die während der nationalsozialistischen Besatzung ausgelöscht wurden.













